Krankheitsbilder

Kopfgelenksinstabilität

Das Krankheitsbild der funktionellen Kopfgelenksinstabilität ist meiner Ansicht nach das Chamälion unter den Krankheitsbildern, das es JEDES MÖGLICHE Symptom auslösen kann.

Durch Traumata z.B. an der Halswirbelsäule kommt es bei vielen Menschen zu einem Ausblenden oder Fehlen der Muskel- und Gelenkstellungs Sensoren, also der Lagesinn Information in einem oder mehreren Halswirbeln. 

Dadurch fehlt diesen Menschen ein Teil der räumlichen Information, um die Kopfposition selbst damit aber auch gesamte Körperposition im Raum exakt berechnen zu können, weil diese wichtigen Signale aus der traumatisierten Körperregion nicht mehr zur Lagesinn Einschätzung zur Verfügung stehen.

Da es extrem aufwändig ist, diesen Sensor-Fehler durch zusätzliche Rechenleistung im Gehirn zu kompensieren. um sich auch nur auf den Beinen halten zu können, führt dieses Problem in Summe irgendwann zu chronischer Erschöpfung.

Auf dem Weg dahin entstehen aber alle Spielarten der Rechenfehler-Symptome: Einerseits direkt 'neurologische' Störungen wie Schwindel, Koordinationsprobleme, Sehstörungen, Hörstörungen und einige andere und andererseits fortgeleitete Probleme, die also erst durch die zunehmende Erschöpfung und den Nährstoff-Mehrverbrauch - aufgrund der intensiven Rechenlast im Gehirn - auftreten, wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, chronische Infekte, Unverträglichkeiten, Hormonelle Störungen und viele andere.

Hier ein Video mit der genauen Beschreibung der Symptomatik und dem grundsätzlichen Vorgehen bei dieser Störung.

Wenn diese Verschaltung nicht funktioniert, kommt es immer wieder zu Problemen, die sich häufig in von der Störung weit entfernten Regionen Schmerzen niederschlagen oder zu Problemen führen, die man vordergründig gar nicht mit einer neuromotorischen Wirbelsäuleninstabilität in Verbindung bringen würde:

  • Kopfschmerzen
  • Sehstörung
  • Migräne
  • Neurodegnerative Erkrankungen (Parkinsonoid Erkrankungen, Dementielle Erkrankungen, ALS)
  • Neuropathie
  • Restless Legs
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Gelenkverschleiss in entfernten Regionen (Knie, Hüfte)
  • Aufflammen chronischer Infektionen
  • Chronic Fatigue Syndrome
  • Burnout Erkrankung
  • Depression
  • Verdauungsstörungen
  • Mehrverbrauch von Nährstoffen

Weitere Informationen zur Funktionellen Kopfgelenksinstabilität und Lösungsvorschläge habe ich auf der Webiste zur LASER-SPINE Therapie gesammelt.

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Umweltbelastungen

Der Mensch wird durch verschiedene Faktoren immer mehr Umweltschadstoffen ausgesetzt. Während einige der Gefahren dabei jedoch offensichtlich sind und effektvoll beispielsweise durch Einsatz von Filtern in Fabriken und Katalysatoren in Fahrzeugen zumindest in unseren reichen Nationen reduzierbar sind, bleiben manche ebenso grosse Gefahren oft unerkannt oder werden als harmlos abgetan.  

 

Warum sind Umweltbelastungen für uns ein Thema

Eine zunehmende Anzahl unserer Patienten leidet an Störungen, die zum Teil durch Umweltbelastungen verursacht oder mitverursacht werden. Die Symptome sind dabei vielfältig und meist nicht auf eine einzige Ursache zurückzuführen. Streng nach den Vorstellung eines ehemaligen Ministerpräsidenten von Bayern, ist unsere 'Laptop und Lederhosen' Region ausserhalb der Oktoberfest Zeit doch deutlich 'Laptop'-lastig. So salopp es klingt, bedeutet es doch, dass die meisten Menschen hierzulande ihre Semmeln mit Geisteskraft verdienen und nicht durch Muskelschmalz. Während die muskulo-skelettalen Körperfunktionen jedoch relativ wenig störanfällig sind - von unfallbedingten Verletzungen mal abgesehen, ist das Gehirn, durch seine unfassbar komplexe Struktur relativ anfällig. Daher ist leicht nachzuvollziehen, dass schon kleinere Mengen von Giften auf neuronaler Ebene grossen Schaden anrichten können.   

 

Quellen für Umweltgifte

Die Quellen für Umweltgifte sind so vielfältig, dass eine auch nur näherungsweise Auflistung alles sprengen würde, daher hier nur einige häufige Verdächtige, die regelhaft ausgeschlossen werden sollten, wenn ein begründeter Verdacht vorliegt.

  • Zahnfüllungen (Quecksilber und Zinn aus Amalgamlegierungen, Gold und Palladium aus Goldlegierungen)
  • Landwirtschaft (Arsen, Fungizide, Pestizide)
  • Strassenverkehr (Blei aus Abgasen, Antimon aus Batterien)
  • Haushaltgifte (Lindan, PCB, Schimmelpilze aus Farben, Lacke, Kleber, Spielzeug)
  • Funktechnik (Handystrahlung, W-Lan)

 

Symptome bei Umweltbelastungen

Zwar bilden sich einige Symptome auf Belastungen unmittelbar aus, wie beispielsweise Schlafstörungen durch einen WLAN Router in der Nähe des Schlafortes oder das sich synchronisierende und die nächtliche Sicherung ausführende Mobiltelefon ausgelöst werden können, aber der Regelfall ist deutlich komplizierter- sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie. Die meisten Störungen entstehen allerdings entweder erst durch jahrelange Anreicherung von Substanzen, oder durch die mangelnde Entgiftung von Substanzen, was dazu führen kann, dass die Ursache mitunter sehr weit weg vom Symptom zu finden ist. Dementsprechend findet sich auch hier ein bunter Strauss an Symptomen an denen Umweltbelastungen schuld oder beteiligt sein können:

  • Müdigkeit (rasche Ermüdbarkeit, Leistungsdefizit, Erschöpfung)
  • Schlafstörungen (Einschlaf, Durchschlafstörungen)
  • Gefühlsstörungen der Nerven (Neuropathie und Polyneuropathie)
  • Degenerative Nervenerkrankungen (Demenz, Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose)
  • Verdauungsstörungen (Blähungen, Durchfälle, Dysbiosen)
  • Allergien (Hautausschläge, Asthma, Bronchitiden)
  • Konzentrationsstörungen
  • Kopfschmerzen

 

Therapie

Die Therapie ist selbstverständlich einzig abhängig vom gefundenen Auslöser. Während sich aber ein WLAN Strahler und das Mobiltelefon relativ einfach umpositionieren oder beseitigen lassen, ist das bei anderen Giften oft deutlich schwieriger, wenn die Belastung beispielsweise am Arbeitsplatz auftritt oder nicht direkt zugänglich ist. In Fällen, wo die Ursache nicht selbst beseitigt werden kann, zielt die Therapie neben der Elimination des bereits angesammelten Giftes, vor allem auf die Unterstützung der körpereigenen Entgiftungsfunktionen von Leber, Niere und vor allem Darm. 

Ausführlichere Ausführungen zum Umgang mit Belastungen und zur Entgiftungstherapie finden Sie hier. 

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Injury Recall Trauma - IRT

Was ist ein Injury Recall Trauma

Ein Injury Recall Trauma kann vielleicht am ehesten als 'Schleudertrauma' auf neuronaler Ebene beschrieben werden. Ebenso, wie es beim klassischen Schleudertrauma zu einer anhaltenden Fehlhaltung und den damit verbundenen Schmerzen kommt, so kommt es beim Injury Recall Trauma zu einer anhaltenden Fehlinformation auf Nervenebene.

Am häufigsten tritt ein Injury Recall Trauma nach einem mechanischen Unfall auf, es kann aber genauso gut als Folge eines seelischen 'Unfalls' auftreten:

Im Wesentlichen geht es darum, dass sich der Körper in einen Schutzreflex begibt, aus dem er sich nicht mehr selbst befreien kann. Die Idee dahinter ist, dass aus einer Unfallregion (zum Beispiel aus dem Sprunggelenk nach einem Unfall) ein Fehlsignal der zum Gehirn führenden Nerven erhalten bleibt. Wie und warum es manchmal dazu kommt und warum meistens nicht, ist nicht ganz klar. Dieses Signal sendet ununterbrochen 'Ich habe einen Unfall' und erzeugt auf diese Weise grossen Stress durch die ausgelöste Fluchtreaktion im Gehirn. Das Gehirn verfügt noch über verschiedene andere Möglichkeiten den Wahrheitsgehalt der Information 'Unfall', die vom Sprunggelenk ausgeht, zu überprüfen und findet, dass die Augen und die Ohren, ebenso wie der Tastsinn der Haut die Aussage vom Sprunggelenk nicht bestätigt. In der Folge wird das Signal, das das Sprunggelenk aussendet 'runtergeregelt' (wie bei einer Mutter, wenn das Kind den ganzen Tag 'Mama, Mama, Mama, Mama' ruft). Dadurch dass das aufsteigende Signal vom Sprunggelenk 'leise' gestellt ist, ist der Fluchtreflex ausgeschaltet und der entstehende Stress entscheidend verringert. Allerdings entsteht jetzt ein Problem wenn das Sprunggelenk wirklich mal Hilfe braucht. Wenn es also tatsächlich gerade wieder zu einem Umknicken des Sprunggelenks kommt und das Sprunggelenk 'um Hilfe ruft' um die stabilisierende Hilfsmuskulatur zu aktivieren, sendet das Gehirn keine Signale an die Hilfsmuskulatur, da es ja nicht mehr 'hören' kann, was aus der 'runterregulierten' Sprunggelenksregion an Signalen kommt. 

 

Symptome

Das Beispiel oben ist sehr stark vereinfacht und natürlich zu 'mechanistisch', um das Phänomen im Detail zu beschreiben, aber es ist eine gute Hilfe für die Vorstellung, was da im Gehirn passiert. 

Eine Auflistung der möglichen Symptome ist bei einem Injury Recall Trauma (IRT) wenig zielführend, weil ein Injury jedes mögliche Symptom verursachen kann. Das obige Beispiel zeigt die unmittelbare Ursache-Wirkungs Beziehung mit Ursache im Sprunggelenk und Wirkung im Sprunggelenk. Genauso gut kann es aber durch die mangelnde Stabilisierung des Sprunggelenks zu einem einseitigen Knick-Senk Fuss kommen mit funktionellem Beinlängenunterschied und nachfolgender Beckenverwringung. Dadurch wiederum kommt es zur Verkippung des Kreuzbeins mit Verdrehung der unteren Wirbelsäule, was eine entlastende Verdrehung in der Halswirbelsäule zur Folge haben kann. Hierdurch kann es zu einer verschlechterten Durchblutung der Wirbelsäulen-Arterie kommen und so beispielsweise zu einer belastungsabhängigen Minderversorgung des Gleichgewichtsorgans. Das Symptom mit dem der Patient sich vorstellt, könnte also ebenso 'Schwindel' lauten und hätte trotzdem DIESELBE URSACHE!

Wenn dies wiederum lange genug geht, ohne dass dem Patienten geholfen werden kann, und auf diese Weise genügend Stress verursacht wird, könnten etwa die Nebennieren (Stressabbau) ausbrennen, so dass das Problem des Patienten auch 'chronische Müdigkeit', 'Leistungsknick', 'Burn-Out' oder 'Depression' heissen kann und immer noch DIESELBE URSACHE hätte!

 

Therapie

Am Anfang der Therapie steht vor allem die exakte Diagnostik, was in vielen Fällen sehr zeitaufwändig und manchmal schweisstreibend für alle Beteiligten ist. Wenn ein Injurymuster gefunden wird, ist das erste Ziel natürlich das Auffinden des auslösenden Mechanismus, was nur durch eine ausführliche Erhebung der Krankengeschichte möglich ist (dabei gibt es keine 'unwichtigen' Details). Sofern dies exakt gelingt, kann ein Injurymuster behoben werden. Dabei wird wird die fehlerhafte neurologische Information gelöscht, was auch oft bei seelischen Injuries gelingt.

Sofern die nachgeordneten Probleme vor allem 'orthopädischer' Natur waren (Instabilitäten, Kraftverlust, Gelenkschmerzen), ist der Effekt häufig verblüffend. Wenn die nachgeordneten Probleme nicht mehr vor allem 'orthopädisch' sind, sondern eher systemisch, sind neben der Löschung der Falschinformation häufig flankierende Massnahmen nötig, um den Gesamtorganismus wieder in die Spur zu bringen.

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HPU - Hämopyrrolurie

Was bedeutet HPU

Ausgeschrieben heisst HPU Hämopyrrollactamurie und wird zu den Erkrankungen des Blutbildenden Systems gerechnet (wobei die Existenz der Stoffwechselstörung schulmedizinisch nicht anerkannt ist).

Pathophysiologisch kommt es beim enzymvermitteltem Auf- und Abbau des Hämoglobins, das im Blutkreislauf in den roten Blutkörperchen enthalten ist und für den Transport des Sauerstoffs verantwortlich ist, zu gewissen Fehlern. Diese Fehler führen zum Anfall von ‚Pyrrolen‘. Diese Teilchen sind durch den Organismus nicht mehr abbaubar und müssen deshalb über den Urin ausgeschieden werden. Die Ausscheidung klappt gut, wenn an dieses Molekül gewisse Stoffe angehängt werden können, um es wasserlöslich zu machen. Je nach Fehlerrate beim Hämoglobinauf- und abbau können also grössere Mengen von dringend benötigten Mineralen verlorengehen, um die Pyrrole wasserlöslich zu machen.

Wenn es nicht gelingt alle diese Fehlermoleküle auszuscheiden, kann es durch die Anreicherung der Pyrrole zu lokalen Symptomen kommen (Schmerzen, Blockaden, Übersäuerung, und in der Folge zu Gelenk und Organschäden).

Zum anderen fehlen die ausgeschwemmten Minerale dann bei vielen Stoffwechselprozessen (Schilddrüse, Wundheilung, Immunabwehr, Verdauung).  

Darüber hinaus kann es durch die vermehrte Ausscheidung der Vitamine und Minerale im Zuge der Pyrrolausscheidung auch zur verminderten Bildung von Nervenbotenstoffen kommen. Darunter fallen Serotonin (Glückshormon), Melatonin (Schlafhormon), Dopamin (Antriebssteuerung) und Gabapentin (hemmenden Nervenbotenstoff). Wenn der Blutspiegel dieser Botenstoffe nicht stimmt, kann es zu seelischen Störungen im Sinne von Stimmungsschwankungen, Antriebsstörung, gedrückter Stimmung, Depressionen und bei Kindern auch zu Lernschwierigkeiten und Unruhigem Verhalten kommen.

 

Probleme durch HPU

Der langfristige Mangel an einigen dringend benötigten Mineralen löst Fehlfunktionen auf verschiedenen Ebenen des Stoffwechsels aus. Im Vordergrund steht dabei am ehesten das Gefühl: Mit mir stimmt was nicht. Die Ausprägung dieses Gefühls ist allerdings nicht direkt proportional zur Menge der ausgeschiedenen Pyrrole. Letztlich kommt es - im Grunde wie bei allen chronischen Erkrankungen - zum Ausbrennen verschiedener Stoffwechselfunktionen. Besonders anfällig sind dabei die endokrinen Drüsen wie Schilddrüse und Nebenniere. Je nach vorbestehenden Erkrankungen, Ernährungssituation Lebensführung können aber auch seelische Probleme im Vordergrund stehen.

 

Symptome 

Häufig finden sich einige der Symptome, die durch das Ungleichgewicht der verschiedenen Stoffwechselwege entstehen können:

  • Müdigkeit, Erschöpfung
  • Kälteempfindlichkeit
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Verdauungsstörungen (Druchfall, Blähungen)
  • Allergien (Hausstaub, Pollen, Nahrungsmittel)
  • Nährstoffmangel (z.B. Vitamin D, Eisenmangel)
  • Diffuse Schmerzen in verschiedenen Körperabschnitten
  • Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit bis hin zur Depression

 

Therapie

Auf den ersten Blick ist die Therapie dieser Stoffwechselstörung sehr einfach und kostengünstig. Es müssen zunächst nur die fehlenden Minerale ersetzt werden, um die Pyrrolausscheidung wieder zu normalisieren. Da diese Stoffwechselbesonderheit nach derzeitigem Wissensstand allerdings erblich bedingt ist (die oben beschriebenen Symptome finden sich also häufig auch bei einem Elternteil) und daher seit Geburt besteht, kommt es im Laufe der Zeit zur Einlagerung der Pyrrole in verschiedene Gewebe (was letztlich ja auch die Beschwerden mitverursacht). Diese Einlagerungen müssen im ersten Teil der Therapie zunächst abgebaut werden, was je nach Ausprägung mehrere Monate dauern kann, so dass dieser Vorgang unter ärztlicher Betreuung und in enger Rücksprache mit dem Arzt erfolgen sollte. 

Daneben bestehen bei schwerwiegenderen Fällen häufig auch seelische Begleitsymtome, die von gedrückter Stimmung bis zur ausgewachsenen Depression oder Schizophrenie reichen können, so dass in diesen Fällen meistens nicht auf den Beistand eines Psychotherapeuten oder Psychiaters verzichtet werden sollte. 

Weiterführende Information

Wenn Sie sich gerne weiter zum Thema HPU belesen wollen, empfehle ich die Lektüre des Buches 'Stoffwechselstörung - HPU' von Dr. Tina-Maria Ritter. Eine sehr komprimierte Variante meiner persönlichen Erfahrungen mit HPU finden Sie in diesem Artikel

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Pollenallergie

Gerade im Frühjahr sind viele Menschen sehr geplagt, wenn die Natur wieder die Glieder reckt und streckt und sich auf den Sommer vorbereitet.

 

Was bedeutet Pollenallergie

Denjenigen, die unter einer Pollenallergie leiden, muss man sicher nicht erklären, worum es dabei geht! In der Zeit, in der die Blütenpollen durch die Luft fliegen und die Bäume, Sträucher und Blüten ihre Boten in die Welt schicken, ist das Leid vieler Allergiker gross. Die Nase läuft ununterbrochen, die Augen können tränen und jeder Atemzug ist harte Arbeit.

 

Ursachen

Wenige Menschen leiden schon seit frühester Kindheit an Pollenallergie, die meisten Menschen erwerben die Allergie erst im Laufe des Lebens. Bei beiden Formen ist die Ursache eine Überaktivierung des Immunsystems. Im Blut zirkulieren Unmengen von Antikörpern, die gegen alle Körperfremden Stoffe gerichtet sind. Grundsätzlich ist das natürlich ein erwünschtes Verhalten des Organismus, um schädliche Eindringlinge abzuwehren. Allerdings hat dieser Mechanismus im Auslieferungszustand eine Bremse gegen überschiessende Reaktionen eingebaut, da sich der Organismus ja ansonsten selbst beschädigt. 

Bei der früh einsetzende Variante, liegen teilweise Veränderungen im Erbgut vor, die die Schutzmechanismen gegen überschiessenden Reaktionen ausser Kraft setzen können. Hier ist die Therapie deutlich schwieriger und erfordert vom Patienten, als auch vom Behandler mehr Geduld.

Die meisten erworbenen Formen der Pollenallergie entstehen aus einer Kombination von Voraktivierung des Immunsystems und Behinderung der Kontrollmechanismen gegen die überschiessende Reaktionen. Die häufigste Variante ist sicher die Voraktivierung der Immunzellen durch andere Stoffe, wie zum Beispiel Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Durch fortgesetzte Zufuhr unverträglicher Lebensmittel kommt es zur Bildung grosser Mengen von Antikörpern im Blutkreislauf, die sich dann - einfach ausgedrückt - auf alles stürzen, was nicht eindeutig körpereigen ist. Durch die langfristige 'Gewöhnung' des Organismus an diesen Zustand im Rahmen der täglichen 'Fehlernährung', bleibt dann im Akutfall die Kontrolle der überschiessenden Reaktion aus.

 

Therapie

Zunächst gilt es festzustellen, um welche Art der Allergie es sich handelt und dann durch gezielte Erhebung der Krankengeschichte und ggfs. Laboruntersuchungen den Auslöser dingfest zu machen. Wenn das gelingt, ist eine Rückkehr zum 'Normalzustand' in Sicht. Auch wenn oft schon kurzfristig gute Ergebnisse erzielt werden können, muss die Therapie in der Regel langfristig angelegt werden und erfordert oft die Umstellung von Lebensgewohnheiten, zumindest aber der Ernährung. Aber wenn man dafür den Winter wieder geniessen kann, ohne sich vor dem Frühjahr zu fürchten, sind die Prioritäten meist einfach zu setzten.

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Erschöpfungssyndrom

Immer mehr Menschen leiden unter chronischen Erschöpfungszuständen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. 

Wann sprechen wir von Erschöpfungssyndrom

Jeder, der schon mal einen Wettlauf mitgemacht hat, oder eine lange Wanderung unter sengender Sonne hinter sich gebracht hat, weiss, was Erschöpfung bedeutet. Aber natürlich hat nicht jeder, der gerade vom Joggen oder Wandern kommt, ein Erschöpfungssyndrom. Und auch jungen Eltern ist Erschöpfung häufig ein Begriff, ohne dass man gleich von Erschöpfungssyndrom sprechen würde.

Was macht also ein Erschöpfungssyndrom aus?

 

Symptome

Ein Erschöpfungssyndrom ist gekennzeichnet durch eine dauerhafte Überlastung des Organismus ohne ausreichende Regenerationsfähigkeit.

Dabei ist es enorm wichtig zu erkennen, dass es keinen gemeingültigen Masstab dafür gibt, was 'Belastung' bedeutet und wie viel 'Regeneration' notwendig ist. Wenn zwei Menschen den gleichen Weg gehen, ist er trotzdem für beide unterschiedlich belastend. Stellen Sie sich nur mal einen Erwachsenen und ein Kind vor: Der Erwachsene macht auf der gleichen Strecke nur halb so viele Schritte, er weiss, in welche Richtung es geht, wie das Ziel aussieht, dass am Bestimmungsort eine erholsame Pause auf ihn wartet und so weiter. Das Kind läuft nebenher, sieht aufregende Dinge am Wegesrand und macht vielleicht etwas extra Wegstrecke, da es zunächst ja keine Vorstellung von der Gesamtstrecke hat. Es macht sich keine Gedanken über die Reserven, die es vorhalten sollte, bis es am Ziel ist, da es ja gar keine Vorstellung vom Ziel hat und was es dort erwartet. 

Und das sind ja nur die sichtbaren Dinge! Während der Erwachsene alles auf der Wegstrecke schon mal gesehen hat, ist für das Kind jeder Zentimeter neu und aufregend, so dass der Energieumsatz im Gehirn viel höher ist, als bei dem Erwachsenen, der einfach mal die Ruhe geniesst, ohne dass er ununterbrochen angerufen wird oder Emails schreiben muss. Während der Erwachsene also sein Gehirn abschaltet, schaltet das Kind sein Gehirn ein. 

Kein Wunder also, wenn der Erwachsene nach einer Viertelstunde Pause bereit ist, weiter zu wandern und das Kind noch quengelt, weil es nicht weitergehen will. Denn das Kind ist noch nicht erholt - und das völlig zurecht! Es hat viel mehr geleistet, als der Erwachsene.

Dies ist nur als plakatives Extrembeispiel zu sehen, soll aber verdeutlichen, dass jeder Mensch von der Natur mit verschiedenen Voraussetzungen ausgestattet ist, auf die unterschiedlichen Herausforderungen des täglichen Lebens zu reagieren: Geschlecht, Grösse, Gewicht, Stoffwechsel, Ernährung, Lebenssituation und Seele sind nicht bei zwei Menschen vergleichbar und daher ist jedes Erschöpfungssyndrom nur individuell zu verstehen.

Wenn also dauerhaft die Regenerationsphase nicht in der Lage ist, die Belastungsphase aufzufangen, entsteht Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Kopf- und Nackenschmerzen. Wenn Sie sich fragen, ob Ihr Zustand schon als Erschöpfungssyndrom einzustufen ist, fragen Sie sich, ob Sie sich nach einem Urlaub ausreichend erholt fühlen. Auf dem Weg zum Erschöpfungssyndrom können Sie aber auch schon sein, wenn Ihnen die 'erholsamen' Wochenenden nicht mehr ausreichen, Ihnen genügend Energie für die kommende Arbeitswoche zu geben.

 

Ursachen

Ein chronisches Erschöpfungssyndrom entsteht immer aus der Kombination von dauerhafter Grenzbelastung und mangelnder Regeneration. Die Ursachen sind vielfältig, manchmal organisch, manchmal seelisch, manchmalselbstgemacht und meistens durch eine Kombination der Faktoren. Wir versuchen hier eine unvollständige Auflistung der Möglichkeiten:

Work-Life Balance - selbstgemachter Stress

In der einfachsten Form kann ein Erschöpfungssyndrom durch eine ungünstige Work-Life Balance ausgelöst sein. Das Paradebeispiel ist dabei der Workaholic, der von morgens früh, bis spät in die Nacht arbeitet und sich auch am Wochenende keine Erholung gönnt. Um sich ein Bild davon machen zu können, was dabei passiert, stellen Sie sich einen Urzeitmenschen auf der Jagd nach dem Mammut vor, der weiss, wenn er mit leeren Händen heimkommt, wird die ganze Familie im Winter verhungern und wenn er dabei nicht immer auf der Hut ist, wird ihn der Säbelzahntiger überraschen.

Um die 'Schmerzen' der 'Jagd' und die Entbehrungen ertragen zu können und sich je nach Erfordernissen auf Jagd oder Kampf einstellen zu können, schüttet der Körper grosse Mengen an aktivierenden Hormonen aus (Cortisol, Adrenalin, Testosteron). Genau wie beim Langstreckenlauf belohnt sich der Körper für die dauernden Entbehrungen selbst, indem er Endorphine, also Glückshormone, ausschüttet. Dies ermöglichte dem Urzeitmenschen solange auf der Jagd zu bleiben, bis das Mammut endlich erlegt war.

Durch die anhaltende 'Jagd' des Neuzeitmenschen gewöhnt sich der Organismus mit der Zeit an den erhöhten Spiegel an Glückshormonen, so dass ein kurzes Ablassen von der Jagd - etwa am Wochenende - mit Absinken des Endorphinspiegels als 'Unglück' empfunden wird. In der Anfangsphase des Erschöpfungssyndroms werden daher 'kurze' Wochenenden als wenig erholsam empfunden und der Jahresurlaub umso sehnlicher herbeigewünscht, da sich dabei nach ein paar Tagen das normale Hormon Gleichgewicht wieder einstellt. Je länger der Zustand jedoch anhält, desto weniger sind die Betroffenen in der Lage auch in längeren Urlauben vollständig zu regenerieren. Vielen ist auch das Phänomen bekannt, dass sie am Anfang eines Urlaubs oder nach Beendigung eines längeren Projekts zuverlässig krank werden, was dem abfallenden Cortisolspiegel zuzurechnen ist.

Organische Ursachen - biochemischer Stress

Manche Menschen sind auf dem Boden unterschiedlicher Störungen nicht in der Lage die organischen Belastungen des Körpers richtig abzufangen. Ursachen können an zu massiver Zufuhr von Umweltbelastungen (Schwermetalle, Kunststoffe, Lacke aber auch Medikamente) oder einer zu geringen Fähigkeit zur Entgiftung liegen. Hier spielen häufig genetische Voraussetzungen eine grosse Rolle, die darüber entscheiden, wie gut die Leber und Niere mit Belastungen aller Art fertig werden.

Nährstoffmangel - erworbener Stress 

Entweder durch verringerte Zufuhr lebenswichtiger Stoffe im Rahmen von Fehlernährung oder die unvollständige Aufspaltung und Aufnahme der Nährstoffe im Magen-Darm Trakt (etwa im Rahmen von Nahrungsmittelunverträglichkeiten) kann es zu einer Unterversorgung der hormonaktiven inneren Drüsen kommen, die dadurch nicht mehr in der Lage sind, wichtige Botenstoffe zu bilden. So kann es durch anhaltenden Mangel an Zink, Selen und Jod zu einer Unterfunktion der Schilddrüse kommen, was sich in Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Gewichtsproblemen, Kälteempfinden und Verdauungsproblemen niederschlagen kann. 

Auch bei hervorragender diätetischer Versorgung des Organismus mit Nährstoffen, kann durch fehlerhafte Auf- und Abbauvorgänge in verschiedenen Stoffwechselprozessen ein chronischer Nährstoffmangel entstehen (siehe auch HPU - Hämopyrrolurie).

Auch erhöhter Blutverlust mit chronischem Eisenmangel über einen gewissen Zeitraum kann zu einem Erschöpfungssyndrom führen. 

Traumata - erworbener Stress

Stattgehabte Unfälle (etwa Nierenquetschung) oder Operationen (etwa Schilddrüsenentfernung) können direkt durch Beschädigung oder Entfernung des Organs oder über ein Injury Recall Trauma - IRT zu einem Funktionsverlust oder indirekt durch Narbenzüge oder Organverlagerung zur Einschränkung der Funktion der inneren Drüsen führen. 

 

Therapie

Auch hier gilt, dass ohne eine ausführliche und eingehende Erhebung der Krankengeschichte jede nachfolgende Therapie schwerlich erfolgreich sein kann. Durch die möglichen Ursachen und deren Kombination, sind die Entstehungsmöglichkeiten für ein Erschöpfungssyndrom annähernd unbegrenzt. Trotz des Einsatzes der Möglichkeiten der Professional Applied Kinesiologie, die hervorragend in der Lage ist Symptome und Ursachen auseinanderzuhalten, ist die manuelle und laborchemische Diagnostik oft aufwändig. Da die Symptome in der Regel schon jahrelang bestehen und sich häufig einige der Ursachen hinter anderen Symptomen 'verstecken' ist dabei sowohl vom Patienten, wie auch vom Therapeuten einiges an Geduld gefordert.

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Eisenmangel

Immer wieder erreichen uns Anfragen zur Möglichkeit der Eiseninfusion. In der Kurzversion - ja, wir führen Eiseninfusionen durch - wenn die Indikation stimmt und wir das Gefühl haben, dass die Infusion Ihnen helfen wird. Daher hier einige Ausführungen zum Eisenmangelsyndrom.

 

Was bedeutet Eisenmangel

Eisen ist essentieller Bestandteil des Blutes und dient verschiedenen Zwecken. Am bekanntesten ist sicher seine Rolle bei der Bildung des Sauerstoffträgers Hämoglobin, dessen zentraler Bestandteil es ist. Der Eisenbestand im Blut kann gemessen werden. Allerdings ist für die Diagnose Eisenmangel das im Blut gemessene Serumeisen (Fe) zur Beurteilung nicht ausreichend. Für eine sinnvolle Beurteilung sollten mindestens Hämoglobinwert, Ferritinspiegel und der lösliche Transferrinrezeptor gemessen werden, idealerweise auch das sensitive CRP. Wie immer, ist der  reine Labor-Messwert jedoch erst in Zusammenschau mit der Symptomatik des Patienten zu bewerten. Denn viele Patienten zeigen Symptome des Eisenmangels schon bei Eisenwerten, die aus schulmedizinischer Sicht im Normbereich liegen.

 

Symptome

Sehr häufig tritt ein Speichereisenmangel bei Frauen auf, er kommt aber auch bei Männern vor. Auch wenn ein chronischer Eisenmangel bei Männern deutlich seltener ist, sehen wir diese Patienten in letzter Zeit immer häufiger, die Ursachen sind nicht ganz klar, die Auswirkung aber im Grunde die gleichen, wie bei den weiblichen Patienten:

  • Es kommt es zu anhaltender Müdigkeit, die sich in Leistungsverlust und erhöhtem Schlafbedürfnis äussern.
  • Bei Frauen werden häufig die Finger- oder Zehennägel brüchig oder spröde
  • Häufig verlieren die Patienten Haare oder Augenbrauen oder die Haare sind sehr brüchig
  • Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Verspannungen sind sehr häufig
  • Und oft entstehen auch seelische Probleme auf dem Boden der chronischen Erschöpfung

 

Ursachen

Bedingt durch verschiedene äussere und innere Faktoren leiden manche Menschen an chronischem Eisenmangel. Besonders häufig betroffen sind Frauen vor der Menopause, die unter stärkeren Blutungen leiden. Besonders Patienten mit Endometriose oder Uterusmyomen sind gefährdet. Der damit verbundene Blutverlust, geht gleichzeitig mit einem hohen Eisenverlust einher. Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein anhaltender Eisenmangel auch nach Operationen mit höherem Blutverlust auftreten. Auch in der Schwangerschaft oder nach einer Geburt können sich die typischen Symptome ausbilden. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen können Nahrungsmittelunverträglichkeiten durch unvollständige Aufspaltung und Aufnahme von Nährstoffen zu Eisenmangel führen.

 

Therapie

Je nach Ausprägung und Begleiterkrankungen bieten sich hier verschiedene Therapiemöglichkeiten an. Geringe Mängel, können bei nicht allzuhohem gleichzeitigen Verlust durch Einnehme von Eisentablette ausgeglichen werden. In vielen Fällen von ausgeprägtem Erschöpfungssyndrom ist eine orale Substitution (also mit Tabletten) nicht praktikabel. Zum einen haben hohe Dosierungen von Eisen in Tablettenform häufig unangenehme Nebenwirkungen, wie beispielsweise Obstipation (Verstopfung), zum anderen liegen wie erwähnt ohnehin oft Aufnahmestörungen im Darm vor, die eine orale Auffüllung schlicht unmöglich machen. 

In diesen Fällen empfehlen wir stattdessen eine Eiseninfusionsbehandlung, sofern keine Gegenanzeigen oder andere Grunderkrankungen bestehen. Die Infusionsbehandlung kann - bei entsprechender Indikation - bei uns jederzeit durchgeführt werden.

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Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Was bedeutet Unverträglichkeit für Nahrungsmittel und wie können Sie sich äußern? Und warum sind sie so wichtig?

Nahrungsmittel Unverträglichkeiten haben verschiedenste Gesichter, aber das wichtigste ist, die Unverträglichkeiten zunächst einmal von den Allergien abzusetzen:

Allergie

Mit Allergie meint man im deutschen Sprachraum immer eine Reaktion vom Soforttyp. Das soll heissen, dass nach dem Kontakt mit dem problematischen Stoff - dem Allergen - in kürzester Zeit eine Reaktion auftritt. Diese Reaktionen können ganz unterschiedlich aussehen, aber allen gemein ist das sofortige auftreten von Krankheitssymptomen.

Näheres zum Thema Allergie wird in einem anderen Artikel aufbereitet.

 

Unverträglichkeit 

Sehr viele Menschen haben mehr oder weniger ausgeprägte Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Diese können unmittelbare Wirkungen im Sinne von Schmerzen oder Problemen mit der Verdauung mit sich bringen.

Dies betrifft aber eher die wenigeren Menschen, da die meisten ’schon immer’ Blähungen oder wechselnde Stuhlgänge oder Durchfälle haben, so dass sie diesen Zustand als ’normal’ betrachten und gar nicht darauf kommen den Zustand als ungewöhnlich anzusehen - der Körper ist eben ein Wunderwerk in der Gewöhnung! 

Jedoch kommt es bei allen Menschen mit Unverträglichkeiten zu mittelbaren Problemen, also nachgeschaltete Probleme, die sich auf dem Boden der ‚Ursache‘ Nahrungsmittelunverträglichkeit ausbilden. Der Hauptgrund für alle nachgeordneten Störungen ist Malabsorption, das bedeutet, dass die gestörte Darmschleimhaut nicht in der Lage ist wichtige Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen und diese den Stoffwechselvorgängen zur Verfügung zu stellen. Abhängig davon, welche Stoffwechselvorgänge davon betroffen sind, können die ausgelösten Symptome, also die Beschwerden, die der Patient schildert, sehr unterschiedlich sein. Da die meisten Beschwerden auf den ersten und zweiten Blick überhaupt keine Beziehung zur Ernährung haben und noch dazu verzögert auftreten (sogenannte 72 Stunden Reaktion), fällt es naturgemäss schwer, eine Beziehung herzustellen.

Unverträglichkeiten können gegen verschiedenste Stoffe bestehen und aus unterschiedlichen Gründen auftreten. Am häufigsten verbreitet sind in Deutschland derzeit Unverträglichkeiten gegen:

  • Glutenhaltige Getreide
  • Milch und Milchprodukte
  • Eier

Daneben können auch Unverträglichkeiten gegen Metalle (häufig Nickel), Medikamente oder verschiedenen Bindemittel und Farben und Lacke bestehen, so dass es zu den gleichen Symptomen kommt, wie nach dem Genuss unverträglicher Nahrungsmittel.

 

Symtome

Dies ist eine kleine aber unvollständige Übersicht der möglichen Beschwerden, die durch Unverträglichkeiten ausgelöst werden können:

  • Schmerzen im Bewegungsapparat mit oder ohne Gelenkveränderungen
  • Entzündliche Muskel- und Sehnen- und Gelenkerkrankungen (Rheuma, Fibromyalgie, Arthrose)
  • Konzentrationsstörungen, bei Kindern zum Teil Lernstörungen
  • Heuschnupfen oder Tierhaar- und Hausstauballergie
  • Asthma bronchiale
  • Schuppenflechte oder Psoriasis, Hautausschläge
  • Immundefekte oder immer wieder auftretende grippale Erkrankungen
  • Müdigkeit zum Teil mit Schlafstörungen (Ein- oder Durchschlafen)
  • ungewöhnliche Erschöpfung mit verminderter Leistungsfähigkeit, keine Erholung durch Wochenende oder Urlaub
  • schnelle Überforderung in Beruf oder Alltag mit oder ohne gedrückte Stimmung
  • Bluthochdruck mit oder ohne Gefäßveränderungen
  • entzündliche Darmerkrankungen
  • Schwindel
  • Migräne oder dauerhafte Kopfschmerzen
  • Sodbrennen oder Refluxerkrankung

Der Hauptteil dieser Beschwerden wird durch die immunologischen Prozesse ausgelöst, die zu einer Voraktivierung der Immunzellen führt und nachfolgend Fehlfunktionen in verschiedenen Organsystemen und im Ablauf mancher Stoffwechselfunktionen hervorruft oder bahnt.

Im Gegensatz zu den wenigen durch Geburt erworbenen, also im Erbgut angelegten Unverträglichkeiten, die in der Regel im Laufe der ersten Lebensjahre entdeckt und behandelt werden müssen, wie z.B. die Zöliakie oder Sprue, bei der auf dem Boden eines Enzymmangels überhaupt kein glutenhaltiges Nahrungsmittel vertragen wird, sind die meisten Nahrungsmittelunverträglichkeiten ‚hausgemacht‘ und werden durch verschiedene, beeinflussbare Faktoren erworben. Sie ‚schleichen‘ sich gewissermassen erst an, so dass die damit einhergehenden Veränderungen nicht ‚auf einmal‘ da sind, sondern nach und nach kommen, weshalb sie von vielen Menschen als ‚normal‘ oder altersbedingt angesehen werden.

Dabei steht die Ursache für die meisten Unverträglichkeiten unter dem Überbegriff ‚Stress‘, wobei mit Stress bei weitem nicht nur ‚zu viel Arbeit‘ gemeint ist. Stress, egal aus welcher Ursache, erzeugt einen Zustand, bei dem alle Körperfunktionen im Fluchtmodus arbeiten. Physiologisch bedeutet Stress für den Organismus den Zustand der Alarmbereitschaft, wobei der Sympathikus aktiviert ist. Am einfachsten ist es sich unter Sympathischer Aktivierung den Jagd- oder Fluchtmodus vorzustellen, wobei sofort klar wird, dass für beide Aktionen Muskeln, Sehnen und Knochen wichtig sind und durchblutet werden, aber nicht das Verdauungssystem. Das Verdauungssystem wird nämlich erst aktiviert, wenn das Mammut erlegt ist und in der Höhle über dem Feuer brät. Dann erst fällt die Anspannung von Jagd und Flucht ab und der Organismus bereitet sich auf die Nährstoffaufnahme vor. 

Wenn man also beim Essen telefoniert mailt oder simst (oder whatsappt) (egal ob an den Chef, den Angestellten oder die Schwiegermutter), wird man sich schwer tun das Verdauungssystem einzuschalten. 

Allerdings soll dies nur als plakatives Beispiel dienen, denn die Gesamtheit von Stress entsteht viel häufiger aus einer Vielzahl von Faktoren, die den Organismus in eine ungünstige Stoffwechsellage bringen. 

 

Verursachende Faktoren

Einige dieser Faktoren, die dazu beitragen können, den Köper in Stress zu versetzen, finden Sie hier: 

  • Problematische Work-Life Balance (das ist tatsächlich das, was man als beruflichen Stress bezeichnen würde)
  • Direkte Eingriffe in die Ökologie des Körpers (Antibiotikagaben, Tumore)
  • Unverarbeitete Erlebnisse, die zu seelischem Stress führen (‚Schleudertrauma' der Seele)
  • Unverarbeitete Unfälle, die zu körperlichem Stress führen ('Schleudertrauma' des Körpers)
  • Akute oder chronische Vergiftungen (z.B. mit Schwermetallen wie Zahnmaterialien oder Arbeitsstoffen)
  • Chronische Infektionen, die sich auf dem Boden von verminderter Immunabwehr halten können
  • Narben, die zu Störfeldern werden können (nach Unfällen, oder Operationen)
  • Verdeckte Störherde beispielweise an den Zähnen oder bei immer wiederkehrender Blinddarmreizung
  • Genetische Besonderheiten, die gewisse Stoffwechselfunktionen ungünstig beeinflussen
  • Bewusstes oder unbewusstes Fehlverhalten (z.B. viel zu viel oder überhaupt keine Bewegung)
  • Falsche Essgewohnheiten (Essen zur falschen Zeit oder unter Zeitdruck oder falsche Ernährung an sich)

 

Diagnostik

Es bestehen unterschiedliche Möglichkeiten sich über eine Unverträglichkeit Gewissheit zu verschaffen:

IgG Antikörpertest

Dabei wird das Blut des Patienten auf Antikörper der Immunglobulinklasse IgG gegen verschiedene Nahrungsmittel untersucht. Das hat den Vorteil, dass der Patient nicht mit dem möglicherweise allergenen, also einen Immunreaktion auslösenden Stoff, in Kontakt gebracht werden muss (wie es beispielsweise bei einem Pricktest, dies ist ein Hauttest auf Allergien - gemacht wird. Er verschafft einen grossen Überblick, über die in Frage kommenden Nahrungsmitttel. Wichtig ist herbei, dass eine ausgeprägte Immunreaktion auf ein bestimmtes Nahrungsmittel zwar in erster Line eine Sensibilisierung anzeigt, in zweiter Linie aber eine gewisse Schrankenstörung des Darmes bestehen muss, um diese Reaktion zuzulassen. Dies bedeutet, dass bei Vermeidung unverträglicher Nahrungsmittel viele Symptome zwar sehr schnell deutlich verbessert werden können, langfristig aber noch nach dem zugrundeliegenden Problem geforscht werden sollte.  

Wem das jetzt noch nicht genau genug war, der kann hier weiterlesen, was es mit den IgG Antikörpern auf sich hat..

 

Lymphozyten Transformationstest

Beim Lymphozyten Transformationstest, wird ebenfalls ausserhalb des Blutkreislauf nach Reaktionen geforscht. Die Idee ist dabei sehr ähnlich dem IgG Antikörpertest, es wird jedoch auf Reaktionen der Lymphozyten (Fabriken für Antikörper) untersucht. Diese Untersuchung ist vor allem bei Nicht-Nahrungsmittel-Ausgelösten Unverträglichkeiten erforderlich, etwa bei Bindemitteln, Lacken, Farben, Metallen oder ähnlichen erforderlich. Der Test kann als noch etwas spezifischer aufgefasst werden, da der IgG Antikörpertest auch längere Zeit nach Absetzen eines unverträglichen Nahrungsmittels noch Reaktionen zeigt, da bereits gebildete Antikörper noch längere Zeit frei im Blut verfügbar sind, während die Produktion in den Fabriken der Antikörper (den Lymphozyten) bereits deutlich zurückgefahren wurde.

 

Therapie

Die Therapie bei Unverträglichkeiten folgt zwei verschiedenen Linien:

  • Falls sich einen primäre Unverträglichkeit zeigt, d.h. eine nicht erworbene Unverträglichkeit, sondern eine, die auf ererbter Basis, gewissermassen genetisch vorgegeben ist, werden wir zur dauerhaften Vermeidung des betreffenden Nahrungsmittels raten. Je nach Ausprägung der Symptome und der Beschwerden hilft in manchen Fällen auch eine deutliche Reduzierung der Einfuhr.
  • Falls sich eine sekundäre, d.h. erworbene Unverträglichkeit zeigt, ist der erste Weg, um die Beschwerden zu verbessern zwar auch die Vermeidung des unmittelbaren Auslösers, jedoch sollte in diesem Fall unbedingt eine erweiterte Abklärung erfolgen, um mitverursachende Probleme zu finden und zu entfernen.

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Unser Krankheitsverständnis

Unser Therapiekonzept beinhaltet und berücksichtigt alle Aspekte der westlichen und östlichen Medizin und hat immer den Anspruch den ganzen Menschen zu betrachten. Das bedeutet nicht, dass Ihre Überzeugung und Herangehensweise an Ihre Erkrankung eine ganzheitliche sein muss. Sie dürfen gerne rein an die westlich-mechanische Medizin 'glauben', wir tun es auch, wenn es um die Quantifizierung und Sichtbarmachung der Störung geht, die sie zum Arzt bringt. Beispielsweise ist eine Kalkschulter oder Gallensteine, ein Sehnen oder Muskelriss natürlich bildlich darstellbar mit Dingen wie Sonographie (Ultraschall), Röntgen oder Computertomographie und Kernspintomografie und seien Sie versichert, wir werden die notwendigen Methoden anwenden, um Ihr Problem 'sichtbar‘ zu machen.

Die Anwendung technischer Untersuchungsmethoden und Modalitäten ist tatsächlich in der Lage Symptome sehr gut zu zeigen, sie gibt aber keinen Hinweis auf die auslösende  Ursache. Darüber hinaus benötigt man technische Untersuchungen selbstverständlich auch, um organische Erkrankungen wie Gefäßverengungen, Geschwülste, Entzündungen, Brüche, Sehnen- oder Muskelrisse auszuschliessen, oder - wie oben bereits erwähnt - zu quantifizieren, also um das Ausmass einer Verletzung einzuschätzen. Denn selbstverständlich erfordern eine Muskelverspannung, eine Muskelzerrung und ein Muskelriss jeweils unterschiedliche Therapien.

Hier leisten uns die neuromuskuläre Funktionstest einen grossen Dienst. Denn sie geben zusätzlich zur technischen Untersuchung eine unschätzbare Hilfe bei der Einschätzung der bisherigen Dauer und der Prognose einer Erkrankung. Und vor allem: Ihrer Ursache!

Nehmen wir ein 'ganz einfaches' Beispiel: Schulterschmerzen. Es kommen drei Patienten in die Praxis, die das gleiche Symptom präsentieren.

Eine junge Mutter mit Baby.

Ein Bauarbeiter im Strassenbau.

Die Managerin eines mittelgrossen IT Unternehmens.

Bei oberflächlicher Betrachtung haben zunächst alle das gleiche Beschwerdebild: Sie können den Arm seit einigen Monaten schmerzfrei nur bis zu einer bestimmten Höhe anheben, bei Bewegungen darüber hinaus entstehen Schmerzen, die verstärkt werden, wenn die Hand vom Körper weggedreht wird. Auch der Ultraschall (zum Ausschluss eines Kalkeinschlusses in der Rotatorenmanschette) und das Röntgenbild (zum Ausschluss einer Verschleisserkrankung oder einer knöchernen Engstelle unterhalb des Schultereckgelenkes) zeigen keine Auffälligkeiten. Daher wird eine Kernspintomografie angefertigt, die bei allen das Gleiche zeigt: eine Entzündung des Schleimbeutels zwischen Rotatorenmanschette und Schulterdach. Tja, was tun - die drei Patienten können doch unmöglich das gleiche haben!

Die schulmedizinsche Herangehensweise ist die Verschreibung von Nicht-Steroidalen-Antirheumatika (NSAR: Ibuprofen, Voltaren, Arcoxia usw.), Physiotherapie und Ruhigstellung bzw. Sportkarenz (geht bei der Mutter nicht - sie muss weiter das Baby rumtragen und will/darf wegen Stillen auch kein Ibuprofen schlucken), der Bauarbeiter wird zwei Wochen krankgeschrieben (das würde sich die junge Mutter auch wünschen!) und die Managerin verträgt das Ibuprofen nicht (hat sowieso einen empfindlichen Magen) und geht unregelmässig zur Physiotherapie (keine Zeit). 

Und das ist der Punkt, an dem wir ins Spiel kommen und zunächst einmal nicht nur das Symptom betrachten, sondern nach der Ursache suchen. Nach einigen kinesiologischen sowie Laboruntersuchungen (Blut, Stuhl) und einer Vitatech Untersuchung sieht die Therapie folgendermassen aus.    

Die junge Mutter hatte von vielen Seiten Tipps bekommen, wie sie Ihre Ernährung 'perfekt' an die Babysituation anpasst und auf Nahrungsmittel umgestellt, die ihr Körper allerdings nicht in der Lage war, aufzunehmen, so dass es schlicht zu einer Unterversorgung der durch das Babytragen stark beanspruchten Schultermuskulatur gekommen war - sie wird auf Nahrungsmittel geschult, die das Defizit ausgleichen.

Der Bauarbeiter hat sich - ähnlich wie die junge Mutter - durch hauptsächlich einseitiges Heben und Tragen von schweren Dingen sowie einseitige Bedienung von Maschinen eine Blockade im oberen Bereich der Brustwirbelsäule 'erarbeitet', so dass keine gleichmässige Bewegung der Schultermuskulatur mehr möglich war, da der Reflexbogen zwischen den oberen und den unteren Muskeln unterbrochen war. Er erhält Chirotherapie, Akupunktur und Physiotherapie, sowie eine Schulung zur funktionellen Schulterisometrie - er kann während der Therapie weiterarbeiten.

Die Managerin gibt nach eingehendem Gespräch ein grosses Stresslevel durch die betriebliche Konkurrenzsituation an. Der Stress 'schlage ihr schon auf den Magen'. Weil sie seit einiger Zeit nicht mehr alles verträgt, isst sie sehr unregelmässig, auch die Verdauung ist 'angeschlagen' wahrscheinlich  durch die 'vielen Reisen ins Ausland'. Die Stuhl- und Laboruntersuchung in Verbindung mit Vitatec zeigt eine entzündliche Darmreaktion und Parasitenbefall (wahrscheinlich von den Auslandsreisen) und einen Helicobacter Pylori (Magenkeim - häufig bei Stressgeplagten) an. Zudem ist durch eine Blockade der Halswirbelsäule die Signalübertragung vom Schädel zum Restkörper gestört (auch eine Stressreaktion, bei der sich der Trapezius Muskel verkürzt und zu Nacken-Schulterschmerzen führt). Auch bei ihr werden die akuten Symptome mit Chirotherapie, viszeraler Osteopathie und Akupunktur behandelt. Durch eine Sanierung von Magen und Darm legen sich die Verdauungsprobleme.

Und DIES ist unser GANZHEITLICHER Ansatz in der Behandlung. EIN Beschwerdebild - auch wenn es von aussen betrachtet gleich aussieht - hat nunmal bei jedem Menschen UNTERSCHIEDLICHE Ursachen. Daher kann eine zielgerichtete und langfristige Therapie immer nur unter Berücksichtigung der individuellen Ursache erfolgen.

 

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