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Die Kernspintomografie (landläufig: Kernspin) wird häufig auch als Magnetresonanztomografie (abgekürzt: MRT) bezeichnet. Im englischen Sprachraum wird das Verfahren Magnetic Resonance Imaging (abgekürzt: MRI) genannt. Diese Begriffe sind also jeweils austauschbar.

 

Technik

Einfach ausgedrückt wird bei der Kernspintomografie durch eine rasche Umpolung eines Elektromagneten in einer äußeren Spule das in der Spule befindliche Gewebe, genauer gesagt dessen Elektronen in eine leichte Schwingung versetzt. Beim Zurückfallen der Elektronen in die Ausgangsposition senden diese einen feinen Impuls, der von einem Aufnehmer registriert werden kann. Durch einen Computer kann durch die unterschiedlichen Energien und Laufzeiten der aufgenommenen Impulse ein Bild errechnet werden, das den Energiegehalt in einem Sektor darstellt. Je nach Art und Zusammensetzung des Gewebes (hart/weich, fest/flüssig) kommen so sehr detaillierte Bilder zustande.

 

Anwendungsgebiet

Bedingt durch die Fähigkeit der Kernspintomografie besonders wasserhaltige Gewebe besonders gut darzustellen, liegt das Einsatzgebiet der Kernspintomografie besonders bei der Abklärung frischer (=bluthaltiger) Verletzungen oder bei Entzündungsvorgängen (=wasserhaltig). In der Orthopädie ist die Abklärung von Bänder, Kapsel und Muskelverletzungen, sowie die Prellung und Schwellung von Knochen eine herausragende Domäne der Kernspintomografie. Grundsätzlich ist zwar auch eine gewisse Beurteilung der inneren Knochenstrukturen möglich, eine sichere Beurteilung zur Festigkeit eines Knochens ist dabei jedoch in der Regel nicht möglich.

 

Schädlichkeit

Bei der Kernspintomografie handelt es sich um eine strahlungsfreie Untersuchungstechnik. Nach derzeitigem, wissenschaftlichen Kenntnisstand ist durch eine Kernspintomografie keine negative Beeinflussung des menschlichen Organismus gegeben.

 

Wichtig

Häufig wird die Kernspintomografie mit der Computertomografie verwechselt. Dabei handelt es sich jedoch um eine vollständig unabhängige und eigenständige Technik, mit vollständig anderem Anwendungsgebiet.

 

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